zur Vita

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesa Foken ist bildende Künstlerin, Kunsttheoretikerin, freie Autorin und Dozentin, lebt und arbeitet in Leipzig.

Kontakt: post[at]foken-gesa.de 

 

 

Juli 2021 Herausgabe von »Offenheitsästhetik. Gründe und Abgründe« (zusammen mit Marthe Krüger) 

und von »Einschlag. Reflexionen aufs Buch«,

damit vertreten vom 26. bis 29. August 2021 in der Galerie Stephanie Kelly in Dresden und am 29. August 2021 im Institut für Zukunft Leipzig.  

4. bis 14. 8. August 2021 Ausstellung der Arbeit »Barrieren« in LOST and FOUND: Prolog – Heft für Zeichnung und Text im  Modellprojekt Haus der Statistik Berlin.   

August/ Septemer 2021 Künstlerresidenz in Odense, DK.

28. September bis 2. Oktober 2021 Vortrag auf dem  Internationalen DGS-Kongress 2021, TU Chemnitz.  

 

 

 

Gesa Foken Atelier Malerei painting peinture

»Zeit-Sprung«, Malerei, Eitempera, begonnen 2020.

 

 

 

Anstoß zu Vielem

Künstlerische Lehre, auch in ihrer Kombination mit theoretischer Lehre, fordert immer wieder eigene künstlerischen Ideen und Handlungen heraus, ermöglicht auch für Lehrende das Ausprobieren neuer künstlerischer Werkzeuge. Zu nennen wäre hier vieles, unter anderem die umfangreiche lehrende Praxis der Zeichnungsexkursion. Verwiesen werden muss aber auf Ergebnisse von Studierenden der Universität Erfurt, Fachbereich Kunst, die am Rande eines Seminars entstanden, neben den eigens von den Studierenden verfolgten und von mir begleiteten Vorhaben – sozusagen als Fingerübung. 

zu den Frühstücksfilmen der Projektwoche »Illusionsmaschinen«

 

 

Gesa Foken private borders 2 LithographieGesa Foken private borders 4 LithographieGesa Foken private borders 1 Lithographie

»private borders«, Lithografie, je 39 x 27 cm, begonnen 2020 (mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung Sachsen).

 

Gesa Foken faulty construction 16 LithographieGesa Foken faulty construction 20 LithographieGesa Foken faulty construction Lithographie

»Das menschliche Maß/ faulty construction«, Lithografie, 30-teilig, je 39 x 53 cm, 2019/20.

 

 

 

 

 

 

Gesa Foken dossier du production 2 Zeichnung drawing dessinGesa Foken dossier du production 4 Zeichnung drawing dessinGesa Foken dossier du production 3 Zeichnung drawing dessin

»dossier du production«, Zeichnung, Kohle/Tusche, je 21 x 29,7 cm, 2020.

 

 

 

dossier du production, Text für die Prolog-Ausgabe »abgesagt«, 2020.

»Kein Künstlerleben ohne Absagen, ohne den Frust über nutzlos verbrachte Stunden. Aber die einzeln erlebte Niete hat etwas harmloses, zufälliges, noch immer veränderliches gegenüber der Absage an eine Berufsgruppe – vielleicht gar eine ganze Kunstgattung. Wie lebt man die Freude an Dingen, die weder angesagt noch nützlich sind? Nach Einzug des Computers in die Kunst wurde es schnell verkündet: Nichts Analoges werde mehr gebraucht. Dinosaurier, die noch malten oder sängen. Auf den Hype der neuen Medien folgt die Automatisierung der alten. Rembrandt als Maschine, für einige bereits eine Selbstverständlichkeit. Vielleicht ist nicht die Absage ans Geliebte das größte Problem, sondern meine Sprachlosigkeit, meine Hilflosigkeit in den Versuchen, anderen den Verlust begreifbar zu machen. Bin ich bereits wie einer der ehemaligen Industriearbeiter, deren Arbeitsleben in Archivordnern vor mir liegt – vollgesogen mit Geschichten und Gesichtern, die ich nicht lesen kann und die unter meiner Hand zu grauen Flächen werden? Werde auch ich, werden wir, zu Zahlen in Formularen, neutralisiert wie ein leeres Blatt?« 

Prolog. Heft für Zeichnung und Text 

 

 

 
Gesa Foken Arbeit(s)zeichen 2020 3 urban sketchingGesa Foken Arbeit(s)zeichen 2020 2 urban sketchingGesa Foken Arbeit(s)zeichen 2020 1 urban sketching

 

Gesa Foken Arbeit(s)zeichen 2019 1 urban sketchingGesa Foken Arbeit(s)zeichen 2019 2 urban sketchingGesa Foken Arbeit(s)zeichen 2019 3 urban sketching

 

Gesa Foken Arbeit(s)zeichen 2018 urban sketching

»Arbeit(s)zeichen«, Rechercheskizzen, Blei-/Buntstift/Fineliner, 16- / 12- / 20-teilig, je 10,4 x 14,7 / 21 x 14,7 cm, 2018–2020.

 

 

 
Gesa Foken Barrieren 1 CollageGesa Foken Barrieren 6 CollageGesa Foken Barrieren 8 Collage

»Barrieren«, Zeichnung/Malerei/Collage, Mischtechnik, 24-teilig, 46,7 x 35 cm, 2017–2019.

 

 

 

Offenheit als Programm, Konzeption und Durchführung der interdisziplinären Tagung in der Universitätsbibliohek Albertina Leipzig, an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig sowie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.

»Hauptsache offen!« ist eines der maßgeblichen Schlagwörter der Gegenwartskunst. Gemeint ist eine besondere Öffnung zum Betrachter und zu außerkünstlerischen Bereichen – beispielsweise Politik und Wissenschaft – sowie Forderungen nach Prozesshaftigkeit, Form- und Absichtslosigkeit. Auffallend ist die Parallele zur ökonomischen und gesellschaftlichen Forderung nach Flexibilität, nach einem Offenhalten von Entscheidungen, Handlungen und Beziehungen. Die zeitgenössische Offenheitsästhetik in Kunst und Gesellschaft steht in Tradition avantgardistischer Öffnungen und läuft zugleich Gefahr, zur Offenheitsideologie zu werden. Dieses Phänomen kritisch zu beleuchten, ist Zielsetzung der Tagung. Das geht nicht ohne die Stimmen aus diversen Künsten – aus bildender Kunst, Musik, Literatur, Theater – und nicht ohne einen Fokus auf die Wechselverhältnisse von Kunst und Gesellschaft. 

Programm der Tagung

 

 

gesa Foken abgelegt 1 Zeichnung drawing dessingesa Foken abgelegt 2 Zeichnung drawing dessingesa Foken abgelegt 3 Zeichnung drawing dessin

»abgelegt«, Zeichnung, Tusche/Kohle, 18-teilig, je 29,7 x 21 cm, 2018.

 

 

gesa Foken abgelegt III Kuenstlerbuch artist book edition d´artistegesa Foken abgelegt IX Kuenstlerbuch artist book edition d´artistegesa Foken abgelegt XV Kuenstlerbuch artist book edition d´artiste

»Abgelegt. Bekenntnisse zur Atelierkunst«, Künstlerbuch, Digitaldruck, 36-seitig, 30 x 20,5 cm, 2018.

 

 

 

abgelegt, Statement und Bild-Text-Vortrag anlässlich des Erscheinens der Prolog-Ausgabe »Kunst für die Kunst«, KuLe Berlin
sowie für den Musikalischen Kultursalon an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig, 2018.

»[…] Bodensatz. Ich habe ihn gezeichnet, jenen im Atelier über Jahre angesammelten Bodensatz. Das an die Wand Gepinnte. Die Schatten der Maschinen. Das von anderen Hinterlassene. Das, was ich nie vergessen wollte. Die Lied- und Wortfetzen, die immer wieder durch den Raum geistern. Die Fundstücke, Werkzeuge, Hilfsmittel. All das gesammelte, gestapelte Material. Bearbeitetes, Unbearbeitetes. Die geöffneten Kisten entbergen das Begonnene, Angerissene, das Projektierte – und mit dazu die Zeit, die Geschichten hinter der Ansammlung. Hier habe ich das Aufleben des Vergangenen forciert. Gemeinhin wirkt das Verstaubte unauffälliger, schleicht sich in die Gegenwart – als altes Pappstück, das plötzlich abgedruckt zu werden verlangt, als lang vergessenes Wort, das plötzlich zu einem Buch führt, als aufgestöberte Zeichnung, die das monoton zu werden Drohende unterbricht, den Strich der Gegenwart flüssiger werden lässt oder eben abgehackter. Das Verstaubte braucht nicht poliert, nicht beleuchtet zu werden, um seine Wirkung zu entfalten. Das Verstaubte, das, was entweder nie zur Kunst wurde – niemals gänzlich ausgearbeitet, nicht ausgestellt oder aber seinem alten Kunststatus nurmehr nachzuhängen scheint, ist Kunst für die Kunst. Eben jener Bodensatz, der in jedes Atelier, – oder jenes Versunkene, das unter jeden Eisberg gehört. Damit die Spitze aus dem Wasser ragt. […]« 

Prolog. Heft für Zeichnung und Text

 

 

Zeichnerische Forschung?, Vortrag an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, 2008. Zur Veröffentlichung anstehend.

»[…] Wenn die Wissenschaften künstlerische Verfahren für sich entdecken, ist es nur verständlich, dass auch bildende Künstler verstärkt ihre Praxis in Zusammenhang zu wissenschaftlichem Erkenntnisinteresse stellen. Allein die Zertifizierung einer Person als Künstler oder eben Wissenschaftler sollte nicht darüber bestimmen, ob eine Forschungspraxis als wissenschaftlich, also erkenntnisstiftend, anerkannt wird. Dennoch ist die schlagwortartige Hervorhebung der artistic research paradox. Die Bestimmung der Gegenwartsdisziplin und ihr Begriff erwecken den Anschein, dass zuvor kein Künstler Erkenntnisinteressen und kein Wissenschaftler ästhetische Interessen hatte – als wären Kunst und Wissenschaft zuvor ein gänzlich Geschiedenes. […] Zugleich sollte die zeitliche Überschneidung der Konjunktur einer Kunst, die zur Wissenschaft strebt, zu dem 1999 in Bologna beschlossenen Forschungsauftrag an die Kunsthochschulen nachdenklich stimmen – nicht zuletzt, da es sich im Fachhochschulbereich, dem diese organisatorisch zugeordnet sind, um die Forderung nach angewandter, also im außerkünstlerischen Bereich anwendbarer und somit nützlicher bzw. zweckmäßiger Forschung handelt. […] Dass es einen so großen Fokus auf die Hybriden zwischen Kunst und Wissenschaft gibt, ist nicht allein auf gegenwärtige künstlerische oder wissenschaftliche Interessen zurückzuführen, sondern auch auf einen politisch beeinflussten institutionellen Prozess, in dessem Zug neue Studiengänge und Lehrstühle – begleitet durch Austellungen, Konferenzen oder Publikationen – aus dem Boden gestampft werden. Bezeichnend ist, dass die Hinwendung zur forschenden Kunst in eine Zeit fällt, in der die Ästhetik Verbindungen zwischen Schönheit und Wahrheit endgültig kappt. […]«

Vortragsankündigung

 

 

Gesa Foken Erbschaft Titel Kuenstlerbuch artist book edition d´artisteGesa Foken Erbschaft Rücken Kuenstlerbuch artist book edition d´artisteGesa Foken Erbschaft Bildseiten Kuenstlerbuch artist book edition d´artiste

 

Gesa Foken Erbschaft Textseite Kuenstlerbuch artist book edition d´artiste

»Erbschaft«, Künstlerbuch, 12-seitiger Bildteil im Hochdruck, Holz- und Linolschnitt, zweifarbig, 12-seitiger Textteil im Digitaldruck, 24,5 x 20,5 cm, 15 + 15er Auflage, Partisanenpresse 2017.

 

 

 

Offenheitszwang. Kritik der Offenheitsästhetik vor dem Hintergrund zeitgenössischer Zeichnung, Einreichung der Dissertation in philosophischer Ästhetik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig 2015, Veröffentlichung im LIT-Verlag 2017.

Gesa Foken Offenheitszwang Dissertation Philosophie Manuskript

Der ästhetische Begriff der Offenheit hat mit Unbestimmtheit, Unfestgelegtheit und Möglichkeit zu tun. Er steht für eine Haltung, die über ästhetische Probleme hinausweist. Vor dem Hintergrund zeitgenössischer Zeichnung wird in »Offenheitszwang« die Verabsolutierung der Offenheit in Kunstdiskurs und künstlerischer Handlung aufgezeichnet und auf Parallelen zu den sozialen Produktionsbedingungen der Flexibilisierung überprüft. Es stellt sich die Frage, ob und wie Offenheit, zum Programm erhoben, in ihr Gegenteil umzuschlagen droht und sich als Geschlossenheit manifestiert.

Verlagsinfo

 

 

Gesa Foken Zugezogen IV.1 LithographieGesa Foken Zugezogen V.2 LithographieGesa Foken Zugezogen IV.3 Lithographie

»zugezogen«, Lithografie, z. T. mehrfarbig, 8-teilig, je 39 x 26,5 cm, 2016/17.

 

 

Gesa Foken Apparat Malerei painting peinture

»Apparat«, Malerei, Eitempera/Kohle, 50 x 41,5 cm, 2016.

 

 

Gesa Foken Bettina Wohlfender Unter ferner Winter 6 Kuenstlerbuch artist book edition d´artisteGesa Foken Bettina Wohlfender Unter ferner Winter 8 Kuenstlerbuch artist book edition d´artisteGesa Foken Bettina Wohlfender Unter ferner Winter 9 Kuenstlerbuch artist book edition d´artiste

»Unter ferner Winter«, Originalbuch zum Text von Bettina Wohlfender, Schreibmaschinenpapier/Collage, 24 Seiten, 30 x 43,5 cm, 2er Auflage, Partisanenpresse Leipzig, 2012–2016.

zur Buchpräsentation auf der Seite von Bettina Wohlfender

 

 

Lob der Routine? Handwerk und Ritual bei Richard Sennett/ Craftsmen, Kunsthandwerker, Wunderliche Wesen. Zu Richard Sennetts Rehabilitations­versuch des Handwerks, Vorträge auf der Tagung »Ritual. Kritische Theorie und Psychoanalytische Praxis« an der Universität Leipzig 2015 sowie zum Promotionsabschluss an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig 2016.

»[…] Sennetts Argumentation um die durch Wiederholung, Übung, Routine zu erreichende Verbindung von Hand und Kopf sowie von den zusammen Werktätigen basiert allerdings auf einem Problem: Es ist heute keineswegs klar, wer überhaupt noch als Handwerker geschweige denn mit Sennett als guter Handwerker zu bezeichnen ist. Unscharf sind die Trennlinien zwischen industrieller Produktion, die gänzlich nicht auf den Einsatz manueller Arbeit verzichten kann, sowie handwerklicher Arbeit, die immer mehr auf vorfabrizierte – genormt zugesägte, gegossene, gemischte – Werkstoffe angewiesen ist. Angesichts des Kampfes zeitgenössischer Handwerker um das kostengünstigste Angebot, das aufgezwungene Drücken der eigenen Material- und Lohnkosten, ist es mehr als wahrscheinlich, dass handwerkliches Spezialwissen vielmehr in der industriellen Produktion, denn im Handwerksbetrieb gefördert wird. Überlebensräume für hochkomplexes Wissen um Materialien, Werkzeuge, deren Verarbeitung und Benutzung sind zudem die Hobbyräume der Freaks – jener Amateure, die es sich zum persönlichen, wirtschaftlich nicht tragfähigen Ziel setzen, eigenhändig Messer zu schmieden oder Blockhäuser zu bauen – sowie die Werkstätten jener »wunderlichen Wesen«, welche Paul Valéry in Künstlern wie Edgar Degas erkannte. Indem Richard Sennett den Handwerker in das Zentrum seiner Forschung rückt, thematisiert er eine Figur, die genau genommen kaum noch existiert. […]«

Lob der Routine? veröffentlicht in: Oliver Decker, Christoph Türcke (Hg.), Ritual. Kritische Theorie und Psychoanalytische Praxis, Gießen: Psychosozial-Verlag 2019. 

Verlagsinfo 

 

 

 

Gesa Foken Reflex Spiel Zeichnung drawing dessinGesa Foken Reflex Traum Zeichnung drawing dessinGesa Foken Reflex Hoeren Zeichnung drawing dessin

 

Gesa Foken Reflex Kabel Zeichnung drawing dessinGesa Foken Reflex Decke… Zeichnung drawing dessinGesa Foken Reflex Flugzeug Zeichnung drawing dessin

»Reflex«, Zeichnung/Malerei, Aquarell/Tusche, 28-teilig, 18,7 x 17,5 / 25,8 x 19,6 / 20,3 x 23, 4 / 27 x 19,5 / 17,8 x 17,4 / 16,9 x 14,7 cm, 2012–2017. 

 

 

 

Cargo 

Der Wegfall des Alten, vor allem der alten Arbeitsstätten gibt Raum für Zukunftsprojektionen, die sich nicht an der Gegenwart zu orientieren scheinen. Die Kisten der Stadtränder verbergen und zeigen das, was unsere Gesellschaft bindet, die Verwaltung und den Handel mit Waren, von deren Herstellung wir schon lange nichts mehr wissen. Das Vorratsgefäß oder die Büchse der Pandora verbarg die Übel der Menschheit. – Dass die Hoffnung im Gegensatz zu Krankheit, Hunger oder Sorge im Gefäß verblieb, wurde dabei nicht immer als weiteres Unglück, sondern zunächst als Erleichterung interpretiert: Wenigstens ein Übel bliebe den Menschen erspart. – Die allgegenwärtigen Kisten, Container, kastenförmigen Hallen, Schilderflächen der Vorstädte verbergen die Hoffnung auf kommendes Glück. 

Nach der Konfrontation mit europäischen Eroberern, Händlern und Missionaren entwickelten sich an unterschiedlichen Orten Melanesiens Handlungsweisen, die sich angesichts unserer Kistenwelten als Parodie auf spätkapitalistische Funktionsweisen lesen lassen: Um das Cargo der Weißen und damit ihre Macht zu erlangen, wurden Lagerhäuser, Flugplätze oder Geldvermehrungs-Kisten angelegt. Neben verschiedenen kultischen Handlungen beinhalteten die sogenannten Cargo-Kulte immer auch die Niederlegung der Zwangsarbeit auf den Plantagen, in den Bergwerken oder in anderen, durch Kolonialisten eingerichtete Arbeitsstätten. Von diesen gerade deshalb massiv bekämpft und als Irrsinn abgetan, versuchten die in die Kulte Involvierten weniger die Lebensweise der Europäer und später der Japaner und US-Amerikaner zu bekämpfen, als vielmehr sie zu kopieren. Die Bewohner der Inselgruppen nord-östlich von Australien versuchten genauso wie ihre Besatzer oder Entdecker auf Ladung zu warten – ohne ersichtliche körperliche Arbeit und durch die Vorbereitung der Landung von Schiffen oder Flugzeugen. Die Arbeiten »Kult«, »Der leere Platz« sowie »Cargo-Sammlung« entstanden als Hommage an diese sehr politischen Kulte.

Ausstellungsansicht

 

 

 

Gesa Foken Der leere Platz Umschlag Kuenstlerbuch artist book edition d´artisteGesa Foken Der leere Platz erste Seite Kuenstlerbuch artist book edition d´artisteGesa Foken Der leere Platz letzte Seite Kuenstlerbuch artist book edition d´artisteGesa Foken Der leere Platz Textseite Kuenstlerbuch artist book edition d´artiste

 

Gesa Foken Der leere Platz Bildseiten Kuenstlerbuch artist book edition d´artiste

»Der leere Platz«, Lithografie, z. T. mehrfarbig, 20-teilig, je 34,8 x 46 cm, 2007–2010. 

»Der leere Platz«, Künstlerbuch, 10-seitiger Textteil im Handoffset, 40-seitiger Bildteil im Steindruck, 29,5 x 21,5 cm, 12 + 28er Auflage, Partisanenpresse Leipzig, 2007–2010. 

 

 

Gesa Foken Cargosammlung Installation

 

Gesa Foken Cargosammlung Installation Details

»Cargosammlung«, Audio-Objekt-Installation, Mischtechnik, 28-teilig, je ca. 30 x 30 x 30 cm, 2007–2010.

 

 

Gesa Foken So Da abgestellt Malerei painting peintureGesa Foken So Da Rueckseite Malerei painting peintureGesa Foken So Da Aufsteller Malerei painting peinture

»So da«, Malerei, Eitempera/Kohle/Kreide, 8-teilig, hier: 81 x 95 / 60 x 71 / 32 x 42 cm, 2009. 

 

 

Gesa Foken Hoffnung Malerei painting peinture

»Hoffnung«, Malerei, Eitempera/Kohle/Kreide, 12-teilig, 60 x 70 cm, 2008.

 

 

Gesa Foken Kult Lithografie

»Kult«, Lithografie, z. T. mehrfarbig, 20-teilig, je 35 x 26,5 cm, 2007/08.

 

 

 
Gesa Foken La ville mange 7 Kuenstlerbuch artist book edition d´artisteGesa Foken La ville mange 5 Kuenstlerbuch artist book edition d´artisteGesa Foken La ville mange 9 Kuenstlerbuch artist book edition d´artiste

»La ville mange/ Die Stadt frißt«, Künstlerbuch im Handoffset, mehrfarbig, 24-seitig, 29,2 x 20,5 cm, 22er Auflage, Partisanenpresse Leipzig, 2007.

 

 

Gesa Foken La ville mange Dann Zeichnung drawing dessinGesa Foken La ville mange In der Spur Zeichnung drawing dessinGesa Foken La ville mange Schafsblick Zeichnung drawing dessin

»La ville mange«, Zeichnungen und Texte, Kohle/Tusche/Schreibmaschinenpapier, 12-teilig, je 29 x 20,5 cm, 2005/06.

 

 

Gesa Foken 75 Rennbahn Zeichnung drawing dessinGesa Foken 75 Blick bei Eve Zeichnung drawing dessinGesa Foken 75 Toreinfahrt Zeichnung drawing dessin

»75«, Zeichnung, Kohle/Tusche, 16-teilig, hier: 25 x 35,6 / 26,2 x 31,7 / 25 x 35 cm, 2005/06.

 

 

Gesa Foken Bleibe Collage

»Bleibe«, Malerei/Zeichnung/Collage, Mischtechnik, 14-teilig, hier: 166 x 161 cm, 2005–2007.

gesa Foken huit clos Objekt

»huit clos«, Objekt, Kunstharz, 2-teilig, hier: 20 x 25 x 8 cm, 2005/06.

 

 

Gesa Foken Stadtrest Ofen Zeichnung drawing dessinGesa Foken Stadtrest Transistorhaus Zeichnung drawing dessinGesa Foken Stadtrest Im Kasten Zeichnung drawing dessin

 

Gesa Foken Stadtrest Spur Zeichnung drawing dessinGesa Foken Stadtrest Hund in Marseille Zeichnung drawing dessinGesa Foken Stadtrest Standbilder Zeichnung drawing dessin

»Stadtrest«, Zeichnung, Mischtechnik,  20-teilig, hier: 16,3 x 13,8 / 19,3 x 17 / 20,8 x 14,8 / 39 x 31 / 29,5 x 31 / 54 x 35,5 cm, 2004/05.

 

 

Gesa Foken Stadtrest Lithografie lithographie

»Stadtrest«, Lithografie, z. T. mehrfarbig, 22-teilig, hier je: 25 x 30,5 cm, 2004/05.

 

 

Gesa Foken Fuer alle Zweifler Kuenstlerbuch artist book edition d´artisteGesa Foken Maerchen Kuenstlerbuch artist book edition d´artisteGesa Foken Ich habe meinen Hund verkauft Kuenstlerbuch artist book edition d´artiste

»Für alle Zweifler«, »Märchen«, »Ich habe meinen Hund verkauft«, Hefte im Handoffset, mehrfarbig, je 15-seitig, 19 x 13,5 / 21 x 16,5  / 20 x 15 cm, 30er und 35er Auflagen, Partisanenpresse Leipzig, 2004/05.

 

 

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